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Ein kurzes Flackern der Beleuchtung – kaum wahrnehmbar.
Doch was passiert, wenn genau dieses Flackern eine Produktion zum Stillstand bringt?

Solche kurzen Schwankungen im Stromnetz treten regelmäßig auf – im Millisekundenbereich. Für den Alltag meist unkritisch, in der Industrie jedoch kritisch für Steuerungen und Prozesse.

🔌 Das Stromnetz ist ein Verbund aus Erzeugern und Verbrauchern. Durch Laständerungen, also das Zu- und Abschalten von Verbrauchern, entstehen Frequenz- und Spannungsveränderungen.

Die Spannung hat dann nicht mehr exakt die richtige Höhe d.h. sie bricht kurzzeitig ein, oder die Sinus-Kurve des Spannungs-Verlaufes ist verzerrt – sogenannte Flicker.

⚙️Hier kommen Schwungmassenspeicher ins Spiel, die technisch den sogenannten Unterbrechungsfreien Stromversorgungsanlagen (USV-Anlagen) zuzuordnen sind. Sie speichern Energie in einer rotierenden Masse (kinetische Energie) und geben diese bei Spannungseinbrüchen oder Energieschwankungen innerhalb von Millisekunden wieder ab.

Dadurch wird das Stromnetz gestützt und kurzfristige Einbrüche werden ausgeglichen. Die Power Quality bleibt stabil.

Schwungmassenspeicher sind keine Notstromaggregate! Sie stützen sensible Steuerungen bei Spannungseinbrüche, bevor diese auf Störung gehen und z. B. Fertigungsprozesse unterbrechen.

📌 Eingesetzt werden sie dort, wo kurze Unterbrechungen direkte Auswirkungen auf Produktion, Lieferketten und Versorgungssicherheit haben und dadurch hohe Schäden entstehen können. Häufig kommen solche Lösungen erst nachträglich zum Einsatz, wenn Probleme im Bestand bereits aufgetreten sind.

Der Einsatz ist eine Investitionsentscheidung und erfordert eine Bestandsanalyse: Welche Prozesse sollen gestützt werden? Welche Leistungen werden benötigt? Ein Gebäude oder das gesamtes Werksareal?

📌 Schwungmassenspeicher benötigen Platz, erzeugen Wärme, Schall und haben hohe Eigengewichte. Je nach Anforderung werden einzelne Einheiten an Prozessen eingesetzt oder größere Systeme zur übergeordneten Stützung eines Werks aufgebaut.

Dabei ist abzuwägen, auf welcher Netzebene im Versorgungsnetz die Einbindung erfolgt und ob Anpassungen an der Infrastruktur notwendig sind.

Bei Umschaltungen im Bestand können zusätzlich Provisorien während der Umsetzung sowie An- und Umbauten an der bestehenden Stromversorgung erforderliche werden.

Von der Konzeptphase über Planung bis Realisierung ergibt sich – inkl. Lieferzeiten und Einbindung – ein Zeitraum von etwa 12 bis 20 Monaten. Daher kann auf auftretende Störungen durch Netzflicker nicht kurzfristig reagiert werden.

🎯 Bei kritischen Prozessen lohnt sich frühes Handeln. Wir unterstützen mit energietechnischem Know-how – von Hoch- bis Niederspannung sowie Notstrom- und Speicherlösungen – beginnend mit einer Standortanalyse bzw. Machbarkeitsstudie.

Denn manchmal entscheidet ein kaum sichtbares Flackern über die Stabilität ganzer Prozesse.