⚡MB Group: Expertise kompakt – Wissensimpulse rund um Strom & Technik
Ab sofort starten wir unsere monatliche Reihe mit kompakten Wissensimpulsen zu Stromversorgungsanlagen, Elektrotechnik und aktuellen Entwicklungen der Branche.
Den Auftakt macht die EU-Richtlinie 2024/1275 (EPBD) – Elektromobilität. Für Planer, Investoren und Betreiber von Nichtwohngebäuden ändern sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen erheblich.
Die neue EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden verschärft die Vorgaben deutlich gegenüber dem bisherigen GEIG. Bis Ende Mai 2026 müssen diese Vorgaben in nationales Recht umgesetzt werden.
Vorgaben für neue Nichtwohngebäude (und große Renovierungen) mit mehr als 5 Stellplätzen:
- Mindestens 1 Ladepunkt für jeden 5. Stellplatz (Ausnahme Bürogebäude: Hier ist sogar 1 Ladepunkt für jeden zweiten Stellplatz gefordert)
- Vorverkabelung für mindestens 50 % der Stellplätze
- Leitungsinfrastruktur (z. B. Leerrohre) für den gesamten Rest
Zum Vergleich:
- Das GEIG verlangte bisher beim Bau von Nichtwohngebäuden mit mehr als 6 Stellplätzen nur mindestens 1 Ladepunkt und Leitungsinfrastruktur für jeden dritten Stellplatz.
Die Richtlinie fordert, dass die Dimensionierung eine „gleichzeitige und effiziente Nutzung“ ermöglichen muss.
Konsequenzen für die technische Gebäudeausrüstung (TGA):
- Leistungsbedarf: Die mögliche Anschlussleistung steigt drastisch. Mittelspannungstransformatoren und die dazugehörigen Schaltanlagen sowie Niederspannungshauptverteilung müssen deutlich größer dimensioniert werden.
- Platzbedarf: Zusätzliche Flächen für weitere Trafos, Schaltanlagen und Trassenwege müssen vorgesehen werden.
- Kosten: Die Investitionskosten für die technische Gebäudeausrüstung steigen erheblich, weshalb eine wirtschaftlich nachhaltige Planung entscheidend ist.
Unsere Lösung: Skalierbarkeit statt Überdimensionierung
Wir bei der MB Group planen Gebäude nicht nur nach Norm, sondern auch zukunftssicher und wirtschaftlich nachhaltig. Wir setzen auf skalierbare Systeme, z. B. in Form von Platzvorhaltungen und Stromschienen, die sinnvoll nach Bedarf wachsen können.
Praxisbeispiel – Parkhaus mit ca. 2.000 Stellplätzen:
- Initial 30 % Ladepunkte, später flexibel auf 50 % wachsend
- EU-Richtlinie fordert Ladepunkte für mindestens 25 % der Stellplätze mit Vorverkabelung für 50 %
- Statt unflexibler Einzelverkabelung nutzen wir Stromschienen in den Geschossen → spart Installationsaufwand und ermöglicht modulare Nachrüstung von Wallboxen
- Stromversorgung ist auf den Zielausbau ausgelegt, intelligentes Last- und Lademanagement regelt die Gleichzeitigkeit
Fazit: Statt Überdimensionierung setzt die MB Group auf wirtschaftlich nachhaltige, skalierbare Lösungen, flexibel an zukünftige Anforderungen angepasst.
Fragen zur Auslegung & Planung deiner Ladeinfrastruktur? Wir unterstützen gerne bei Planung und Umsetzung.
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